Dr. Stefan Carsten
Autonomes Fahren für die Mobilitätswende auf dem Land

Autonomes Fahren für die Mobilitätswende auf dem Land

Autonomes Fahren wirkt im ÖPNV vor allem als integriertes System (Shuttles als Zubringer zum Zug). Ergebnis: kürzere Wartezeiten, mehr ÖPNV-Nutzung und Entlastung in Städten. Reine Robotaxi-Ansätze bringen deutlich weniger Nutzen.

19.01.2026

by Dr. Stefan Carsten

Der Van ist der neue Linienbus. Und das ist gut so.

Letzte Woche hat Thomas Drewes die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel zur Mobilität von Morgen“ in Berlin vorgestellt. Ich durfte im Hintergrund als Beirat dabei sein und bin überzeugt: Das ist der Startschuss für die Mobilitätswende im ländlichen Raum.

Die internationale Resonanz gibt uns recht. Die Zahlen sprechen für sich:
>> 5-13 Min. zwischen Mobilitätswunsch und Einstieg
>> Nur 10% längere Fahrzeit als beim Auto
>> 11% weniger Straßenverkehr in Metropolen
>> 170 Euro pro Monat Einsparung beim Umstieg vom Auto auf ÖPNV
>> 20% weniger öffentliche Zuschüsse zum ÖPNV nötig
>> Neben dem ÖPNV sind Fahrrad und Fußgänger:innen die Gewinner der neuen Mobilitätslandschaft.

Der Van als People Mover wird zum Gamechanger: flexibel, bedarfsorientiert, wirtschaftlich. Genau das habe ich auch bei den MB Van Days in Österreich diskutiert: Wie Mobilitäts- und Antriebswende, autonomes Fahren und KI zusammenspielen.
Und ein Fun Fact am Rande: Je mehr KI den klassischen Offline-Handel ersetzt, desto wichtiger wird der persönliche Kontakt von Mensch zu Mensch. Auch in der Mobilität.

Wie seht ihr das? Ist der Van wirklich die Lösung für den ländlichen Raum oder unterschätzen wir den klassischen ÖPNV?

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